Heißluftballons und Dampfmaschinen: Geniale Erfindungen

Watt, Ampere, Ohm, Volta – heute benutzt man diese Begriffe selbstverständlich für elektrische Einheiten. Aber wer waren die Erfinder, nach denen die Einheiten benannt sind? Das 18. Jahrhundert war die große Epoche für grundlegende Erfindungen, insbesondere im Bereich Elektrizität und Mechanik. So wurde die europaweite Industrialisierung erst möglich.

Dampfmaschine von Thomas Newcomen
Dampfmaschine von Thomas Newcomen, 1712 konstruiert

Während die Geisteswissenschaftler sich mit theoretischen Traktaten über die Emanzipation der Gesellschaft beschäftigten oder astronomische Erkenntnisse erlangten, entwickelten Handwerker und Ingenieure mit Hilfe von Privatinvestoren neue Maschinen und Verfahren zur Güterproduktion und trugen damit wesentlich zum technischen Fortschritt bei, aber auch zur Verarmung von selbständigen Handwerkern. Waren Maschinen auch in der Anschaffung teuer, brachten sie den Großinvestoren doch im Endeffekt große Gewinne und zerstörten die Lebensgrundlage von kleinen Produktionsstätten.  Weiterlesen „Heißluftballons und Dampfmaschinen: Geniale Erfindungen“

Das Heilige Römische Reich deutscher Nation

Das Heilige Römische Reich im Jahr 1789
Das Heilige Römische Reich im Jahr 1789

Das vom Jahre 962 bis 1806 existierende Heilige Römische Reich deutscher Nation war ein aus weit über 300 unterschiedlich großen Territorialstaaten, halbautonomen Gebieten und Reichsstädten gebildeter Staatenbund. Im Süden reichte er zeitweise bis nach Italien und Dalmatien, im Osten grenzte er an Ungarn und Polen. Im Westen reichte der Bund bis zur französischen Grenze, im Norden war er von Ost- und Nordsee eingeschlossen. In Fortsetzung der Tradition des antiken Römischen Reiches wollten die mittelalterlichen Regenten so die Herrschaft als Gottes heiligen Willen im christlichen Sinne legitimieren.

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Mit Geistern gegen die Aufklärung: Geheimbünde im 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert zeigte sich, dass auch (oder gerade?) in einer aufgeklärten Atmosphäre Platz für Geheimnisse ist. Während die Kirche in der Bevölkerung insgesamt an Rückhalt verlor, entstanden kleine Gruppen fanatischer Aktivisten. Nicht zuletzt die Langeweile des begüterten, nicht arbeitenden Adels begünstigte ein Verlangen nach nicht rational zu erklärenden Begebenheiten und geheimen Ritualen, bis hin zur Geisterbeschwörung und zum Wunderglauben. Quacksalber und Wunderdoktoren mit Elektrisiermaschinen stießen vielerorts auf ernsthaftes Interesse. Der deutsche Arzt und Philosoph Marcus Herz berichtete in der „Berliner Monatsschrift“ von einem Handwerker, dessen ominöse „Mondheilungen“ in höheren Bevölkerungsschichten besonders gefragt waren.

Symbol der Rosenkreuzer
Symbol der Rosenkreuzer

Viele Prominente der Zeit wie Diderot, Beaumarchais, La Fayette oder Danton in Frankreich, Washington und Franklin in den USA, Haydn und Mozart in Österreich sowie Goethe, Herder, Wieland und Lessing in deutschen Landen schlossen sich sogenannten Geheimgesellschaften an. Im Gegensatz zu dem teilweise öffentlich agierenden Bund der Freimaurer oder der harmlosen, 1738 von einem exklusiven Zirkel bürgerlicher oder neuadeliger Publizisten, Beamten und Theologen gegründeten Berliner Mittwochsgesellschaft, hielten sich Männerbünde wie die Illuminaten oder die Rosenkreuzer im Hintergrund.  Weiterlesen „Mit Geistern gegen die Aufklärung: Geheimbünde im 18. Jahrhundert“